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Fulbert Steffensky beim Stadtkirchengespräch in Moers

 

Stadtkirchengespräch:

Die Kunst, sein Gesicht zu verlieren - Vom Vergeben und sich vergeben lassen

 

Montag, 13.03.2017 um 20:00 Uhr Evangelische Stadtkirche Moers 47441 Moers, Klosterstraße 5

 

Um Verzeihung zu bitten ist nicht leicht. Vorher versucht man lieber, sich und das eigene schlechte Verhalten irgendwie zu rechtfertigen, um das Gesicht zu wahren. Denn klar, man schämt sich. Auf der anderen Seite ist das Verzeihen ebenfalls nicht leicht. Denn wer etwas zu verzeihen hat, hat vorher Zorn oder Trauer, weil ihm böse mitgespielt worden ist. In der Bibel heißt es, man solle die Feinde lieben. Nur ist das so einfach nicht, denn die Wut über den anderen lässt sich nicht einfach wegzaubern.

 

Vergebung braucht Zeit, weiß Fulbert Steffensky. Aber sie lohnt sich, denn es wird nicht einfach der alte Zustand wieder hergestellt, als wäre nichts passiert. Sondern in der Güte der Vergebung, der einen Reifungsprozess des um Vergebung Bittenden und des Vergebenden vorausgeht, wird eine Zukunft möglich, in der Neues entstehen kann.

 

Über dieses Thema spricht Fulbert Steffensky in dem Stadtkirchengespräch „Die Kunst, sein Gesicht zu verlieren – Vom Vergeben und sich vergeben lassen“. Fulbert Steffensky ist Theologe und Erziehungswissenschaftler. Er war mit der Theologin Dorothee Sölle verheiratet. Mit ihr und anderen begründete er das bekannte Politische Nachtgebet in Köln, das zum Vorbild ähnlicher Veranstaltungsformen in anderen Kirchengemeinden und Kirchenkreisen wurde. Zum Stadtkirchengespräch laden das Neue Evangelische Forum Kirchenkreis Moers, die Katholischen Kirchengemeinden in Moers und die Evangelische Kirchengemeinde Moers gemeinsam ein. Stadtkirchengespräche verstehen sich als Forum für Impulse aus Theologie, Kirche, Kultur und Politik. Die Diskussion mit dem Publikum ist gewünscht.

 

Der Eintritt ist frei, wer will, kann eine kleine Spende am Ausgang geben.

23.2.2017, Augsburg

Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe Widerstand "Theologie"

Widerständig leben - Eine theologische Ermutigung Auf die Frage "Was ist in Zeiten der Verunsicherung zu tun?" hilft ein Blick auf historische Vorbilder. Menschen wie Dietrich Bonhoeffer, Camilo Torres und Dorothee Sölle ließen sich selbst in Zeiten persönlichen Umbruchs von den gesellschaftlichen Entwicklungen nicht entmutigen, sie lebten widerständig

© ekir.de (Dorothee Sölles Sohn Martin (li.) im Gespräch mit dem Künstler)
© ekir.de (Dorothee Sölles Sohn Martin (li.) im Gespräch mit dem Künstler)

Erinnerung an Dorothee Sölle im Landeskirchenamt

 

Dorothee Sölle (1929-2003) hat einen Platz im Landeskirchenamt der EKiR in Düsseldorf gefunden - ein Porträt der Theologin ziert eine Wand im Erdgeschoss. "Es ist Gottes Humor, der ihr diese Anerkennung gewährt", sagte bei der Einweihung Bischöfin i.R. Bärbel Wartenberg-Potter. Schließlich war Dorothee Sölle seinerzeit im Landeskirchenamt ungeachtet.

ekir.de, 25.10.2016

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