Dorothee Sölle
(1929 - 2003)
Tondokumente
Mystik und Widerstand bei Dorothee Sölle und Francesco Whitaker (mp3-Dokument. Lautsprecher erforderlich.
(mit O-Ton von Dorothee Sölle und Francesco Whitaker)
Sie war eine der bekanntesten aber auch umstrittensten Theologinnen des 20. Jahrhunderts: Dorothee Sölle. Sie war eine moderne Mystikerin, die unter Mystik nicht den Rückzug in die Innerlichkeit verstand, sondern den Aufbruch in den Widerstand. So gesehen könnte man den brasilianischen Katholiken und Globalisierungskritiker Francesco Whitaker als einen ihrer Nachfolger sehen. Peter Erlenwein berichtet in den Evangelischen Perspektiven über Mystik und Widerstand bei Dorothee Sölle und Francesco Whitaker, 30 Minuten,
Bayrischer Rundfunk, 4.1.2009
Gedenkabend zu Dorothee Sölle (mp3-Dokument, Kirchentag 2007) Die Texte von Dorothee Sölle liest Viola Gabor
„Wann werden wir sichtbar Gott als deine Töchter und Söhne?“ Diese Frage begleitet das Leben der Theologin Dorothee Sölle. Sie starb 2003. Ihr Ehemann Fulbert Steffensky: „Der Weltgeist ist nicht
ganz ohne Ironie. Wir haben heute Abend eine Gedenkveranstaltung für Dorothee Sölle. Am Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre gab es erhebliche Proteste gegen ihre Teilnahme am Kirchentag.“
Für Freunde und Anhänger lebt ihre Theologie, ihr Protest- und Kampfgeist. Freitagabend gedachten sie Dorothee Sölle auf dem Kölner Kirchentag. Eine Erinnerung mit Texten und Gebeten der Theologin –
gelesen, im Originalton und mit Musik.
Die Nachrichtenredaktion des Kirchentages berichtet von diesem Abend:
Beten, Dichten, Spielen
Ein Abend mit Gedichten von Dorothee Sölle
„Spiel mit uns, Gott“, hieß es am Freitag in der „Abendreihe Poesie“. Vor 800 Zuhörern fand ein Vortragsabend mit Gedichten von Dorothee Sölle statt. Die rund zwanzig Gedichte, vorgetragen von der
Kölner Schauspielerin und Rundfunksprecherin Ilse Strambowski, gaben einen Eindruck von den Themen, Thesen und Visionen der in Köln geborenen Theologin, die von vielen geliebt wurde, aber nach wie
vor bei etlichen sehr umstritten ist.
Außerdem sprachen Lioba Diez, Vikarin einer Gemeinde in Berlin und Mitarbeiterin bei Attac, Heinrich Fink, Berliner Theologe und der Witwer Dorothee Sölles, Fulbert Steffensky, über je einen Text der
Dichterin. Im Mittelpunkt stand dabei die Wirkung, die der jeweilige Text auf das Leben der Vortragenden ausgeübt hatte.
Mit Gesängen und Instrumentalmusik ergänzten die Musiker von „Habakuk“ aus Frankfurt am Main das Programm. Mit der Gruppe hatte Dorothee Sölle vor ihrem Tod im Jahre 2003 auf zahlreichen Kirchentagen
zusammen gearbeitet.
Der Titel der Veranstaltung stammt aus einem Gebetstext der Dichterin, in welchem sie den Wunsch äußert, „nicht nur das Ernste“ zu tun. Stattdessen bittet sie: „Spiel mit uns, Gott, und lass uns mit
dir spielen.“ Zur Theologie suchte Dorothee Sölle einen ähnlich spielerischen Zugang. Theologie sei eher eine Kunst als eine Wissenschaft, so die Poetin, und Dichten und Beten sei im Grunde
dasselbe.
HR-2 erinnert an Dorothee Sölle - Was ist von ihren Denkanstößen übrig geblieben? Lautsprecher an und anhören.
Mitschnitt der Tagung "Gott und das Glück", zwei Tage vor dem Tod von Dorothee Sölle
(Online anhören kostet bei der Akademie Bad Boll 5 €)

Unbedingt empfehlenswert sind die CDs mit Dorothee Sölle zur Musik von Grupo Sal. Mehr dazu auf der Seite Dorothee Sölle und Grupo Sal
Macht und Ohnmacht Vortrag anhören von 1987
(Unter dem Text auf Titel klicken)

Dorothee Sölle: Gerechtigkeit ist ein Name für Gott.
Ein Porträt in Interviews, Gesprächen, O-Tönen
2 CDs. Gesamtspielzeit: 01:34:04

Informationen zu dieser CD und wo sie bestellt werden kann, finden Sie bei diesem Link
Leider ist die neueste Nachricht, dass nur aus der Schweiz bestellt werden kann. Aber fragen kostet ja nichts.
Video
Dorothee Sölles Theologie als Hintergrund für die Umbenennung der ehemaligen Muna-"Wache"
Nach meditativ-musikalisch untermalten Bilder der alten Muna-Wache werden Bilder von Dorothee Sölle dem Verlauf Ihres Lebens nach gezeigt. Dazu ist Dorothee Sölle zu hören mit einem Bericht über ihr Leben und dem, was sie geprägt hat.